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Grazer Medizintechnik-Firma rutscht in die Insolvenz

Die lange Entwicklungsphase ihres Diagnostik-Systems hat Meon Medical Solutions in die Zahlungsunfähigkeit geführt. Das Grazer Unternehmen beantragte ein Sanierungsverfahren.

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Die Meon Medical Solutions GmbH & C. KG hat beim Landesgericht für ZRS Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das vermeldeten übereinstimmend die österreichischen Kreditschützer AKV, Creditreform und KSV1870. Das 2012 gegründete Unternehmen sei zahlungsunfähig, soll aber fortgeführt werden – unter anderem durch die Einbindung eines externen Investors.

Meon Medical entwickelt ein kompaktes Diagnostik-System, das Immunoassay , klinische Chemie und Elektrolyt-Tests in einem Gerät vereint. Das Gerät ist zwar technisch weit fortgeschritten, es fehlt aber noch die vollständige Zulassung für den Markteintritt. Die lange Entwicklungsphase – deutlich über den ursprünglichen Plan hinaus – gilt als wesentliche Ursache der finanziellen Schieflage. Den rund 1,13 Mio. Euro Aktiva stehen laut Antrag Passiva von knapp 20 Mio. Euro gegenüber. Neben Bankfinanzierungen und Fördermitteln flossen erhebliche Eigenkapitalanteile der Gesellschafter in die Forschung.

Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten. Meon Medical, geführt vom Gründer und CEO Horst Rüther, beschäftigt aktuell 86 Mitarbeiter und ist im Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT) an der Medizinischen Universität Graz angesiedelt.

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